Prolight & Sound 2017 – Erfahrungsbericht

Fest entschlossen, sich durch die Buchung zur #PLS17 (prolight & Sound), einwenig Auszeit vom Alltagstrubel zu gönnen, da ich 2016 zum ersten Mal und das für zwei Tage, die Messe besucht habe,  freute ich mich bereits auf satte 5 Tage Tapetenwechsel vom österreichischen Unternehmertum.

Bis zur letzten Sekunde gewartet und noch schnell einen Flug gebucht. Hauptsache nicht 8-10 Stunden Autofahrt von Klagenfurt nach Frankfurt riskieren.
Problemlos im Hotel angekommen, traffen auch nach und nach meine Kollegen nach ihren Autofahrten im Hotel an.

Tag 1: Unter den Ersten standen wir direkt vor den Toren Mordors, also dem kleinen Nebeneingang für S-Bahn Reisende denen der Weg von der Statiation zum Haupteingang unzumutbar wäre. Pünktlich um 10 Uhr begann der Einlass zur Messe des Jahres, für Eventtechniker und jene die glauben zu wissen was sie tun.

Der erste Tag stand ganz im Zeichen: erkunden, finden, erforschen. Planlos ging es auf die Suche nach den Messehighlights, mit Kaffee in der Hand entdeckte ich den Blackmagicstand in Form eines Trailers im Außengelände, randvoll mit allem was vollkommen überraschend in den letzten Wochen veröffentlicht wurde.

Vom Freilichtgelände ging es direkt in Halle 3.1 (Ton und was dazu gehört). Adamhall gehört für mich seit langen zu den innovativsten Unternehmen in Sachen Zubehör. Speziell die Eigenmarke Gravity zog mich magisch an. Der neue Schnellkuppler für Mikrofone, die neuen Taschen oder auch der dort vorgestellte faltbare Laptopständer stehen jetzt mit unter auf meiner Wunschliste für das Studio.

15 Minuten DJCon und meine Eindrücke.

Neben einigen mehr oder weniger interessanten Neuigkeiten zwischen dem Ton und Lichtuniversum durfte ich auch noch die DJCon erleben. Wie bereits letztes Jahr, versammelte der “Berufsverband Discjockey” mit dem lieblichen Motto “Getanzt wird was auf den Teller kommt.”, seine Jüngerscharr um sich, wohl nicht wissend, dass der Zug für die meisten bereits an der Endstation angekommen war, auf den sie meist immer noch warteten, wurde viel versprechenden und klingenden Themen gelauscht; “Bühnenpyrotechnik für Anfänger”, “Mobiler DJ: Mehr Umsatz generieren”.

Zum Glück gab es in diesem elitären Verein auch vereinzelte Leuchten, die bereits mit einem Satz bewiesen, dass sie nur hier waren weil sie es verstanden, dass sich das Geld darin versteckt, anderen etwas zu verkaufen womit niemand etwas verdient außer sie selbst. *applaus* die liegen jetzt vermutlich am Strand, die anderen wie gewohnt vor dem Arbeitsamt.
Wer meiner Erfahrung nach mehr Geld als DJ verdienen will sollte sich als erstes über den Spruch, “Getanzt wird was auf den Teller kommt” Gedanken machen, anstatt über billige China LEDs oder Pyrotechnik für Anfänger.

Neben der überlaufenen PLS17 findet zeitgleich die Musikmesse statt.

Ein in meinen Augen unorganisierter Zusammenwurf aus bunt gemischten Klangerlebnissen fern der empfohlenen Tagesdosis. Nach 10 Minuten musste ich die Schlagzeug -Bass -Gitarre Halle verlassen, die Hallen Nummer spricht Bände. Es war die Halle Nummer 11, oder “11er Halle” was dem Begriff Irrenhaus näher kommt. Zum testen oder ausprobieren fühlte ich mich nicht angesprochen, mehr ausgeladen.

Nach dem Zweiten, spätestens Mitte dem dritten Tag, war für mich der Punkt erreicht, alles wirklich Interessante vollkommen erforscht zu haben. Die restlichen Tage wurden von Stunde zu Stunde  mühseliger. Den letzten Tag verbrachte ich zwischen Burgern und Vegiefood-Ständen im Freigelände.

Fazit:

Das eine oder andere Rätsel um Produktneuigkeiten konnte ich erfragen und klären. Unterm Strich war es auf der gesamten Messe sehr schwierig ein ruhiges Gespräch mit den Vertretern der Stände zu führen. Das Klima war durchwegs gestresst und hat teils gute Gespräche mangels Zeit und Dichte der Interessenten im Keim erstickt. Viele für mich wichtige Aussteller bleiben der Messe inzwischen aus vielen Gründen fern. Von Marshal über Roland bis zur Behringer Group und auch zahlreiche Hard- und Softwarehersteller fehlen. Ein informativer NativeInstruments, Protools oder Cubase-Stand wäre wichtig für die Musikindustrie. Nächstes Jahr geht es auf die Photokina, da mich weder die Innovationen der Prolight und Sound  noch der vollkommen verplanten Musikmesse vom Hocker hauen.

 

#PLS, Musikmesse 2017, PLS2017, prolight&sound2017

Kommentar verfassen