Drohnen Fluggesetz und Bewilligung

Österreich gilt als Vorzeigeland im Bezug auf die Regulierung von Unbemannten Flugobjekten kurz ULfz. Aktuell besitzen wir eine Phantom3 Pro, mit Zulassung der Austro Control. Das Prozedere zur Anmeldung eines ULfz ist nicht einfach und verlangt viel Recherche und Zeit. Des weiteren ist an einmalige Kosten und jährliche Kosten zu denken. Für eine Phantom kann man mit rund 500€ im Jahr rechnen.

Es geht auch anders, zB. liegt die neue Spark von DJI auf Grund der niedrigen Bewegungsenergie unter den bewilligungspflichtigen Vorgaben. Ich bin jedoch nicht beleidigt, dass es auf Grund der Reglementierungen nur wenige Personen gibt, die fliegen dürfen, abgesehen von den Wenigen die es auch ohne Erlaubnis tun. Denn einen Himmel voller Kameras, deren Piloten irgendwo stehen könnten und was auch immer damit anstellen, finde ich nicht gerade rosig. Auch wenn die Realität vermutlich wesentlich entspannter ist, denn gerade das Verbotene zieht jeden magisch an.

Eine Drohne fällt erst ab einer Bewegungsenergie von über 79 Joule in die Regelung der Meldepflicht. Der Gesetzestext unterscheidet auch bewusst zwischen Bild- und Videoaufnahmen die nachhaltig gespeichert werden und ULfz die keine Kamera mit führen oder nur dem Flug selbst dienen im FPV Modus. Es wird auch zwischen unterschiedlichen Gebietsklassen unterschieden. Genauer gehe ich in einem anderen Artikel auf dieses Thema ein. Die aktuelle Übersicht zu diesem Thema findet ihr hier:

https://www.austrocontrol.at/drohnen

Die DJI Spark ist die vorerst erste ordentliche Wahl die nach aktueller Gesetzeslage nicht über die Austro Control reglementiert wird. Hier eine kleine Aufstellung über die Joule beliebter DJI Modelle.

 
Spark
29,4 Joule

Spark

Kinetische Energie: 29.4 Joule
Masse: 0,3 Kilogramm
Geschwindigkeit: 14 m/s

Read more

Mavic 2
120,3 Joule

Mavic 2

Kinetische Energie: 181,4 Joule
Masse: 0,907 Kilogramm
Geschwindigkeit: 20 m/s

Read more

Phantom 3 Professional
163,84 Joule

Phantom 3 Professional

Kinetische Energie: 163,84 Joule
Masse: 1,280 Kilogramm
Geschwindigkeit: 16 m/s

Read more

Phantom 4 Professional
277,59 Joule

Phantom 4 Professional

Kinetische Energie: 277.59 Joule
Masse: 1,388 Kilogramm
Geschwindigkeit: 20 m/s

Read more

Von Generation zu Generation steigt wie man sehen kann die Geschwindigkeit und das Gewicht, um so mehr freut es mich, dass ungefährlichere Produkte mit hoher Qualität in ein unteres Preissegment rücken, um den Piratpiloten und unwissenden eine Alternative zu bieten ohne dabei den Funfaktor zu verlieren.

Ich rate jedoch ausdrücklich davon ab, über Menschenmengen zu fliegen oder einem unkundigen Freund die Steuerung unbedacht zu überlassen, denn die Rotoren und die, wenn auch niedrigere
Bewegungsenergie kann zu beträchtlichen Schäden an Menschen und Gütern führen. Aus diesem Grund gibt es auch eine Versicherung für Modelflugpiloten die ihr auf gar keinen Fall weglassen solltet.

Austria, Austrocontroll, Bewegungsenergie, DJI Mavic, DJI Phantom, DJI Spark, Drohne, Jule, ULfz, Österreich

Kommentare (2)

  • Hi, bin gerade zufällig auf Deinen Blog gelandet und möchte zu ein paar Deiner Angaben Stellung nehmen. Bei kleinen Koptern wie z.B. dem Phantom ist die Anmeldung eigentlich sehr einfach und schnell zu erledigen, Drei Bilder von allen Seiten erstellen , Manual von DJI beifügen und ein übersichtliches Standardformular ausfüllen und schon ist man dabei. Luftrechtsprüfung, Lärmbericht oder Redundanz ist für die Kategorie A nicht erforderlich. Die Kosten für das erste Jaht betragen etwas mehr als 300 Euro, nach 12 Monaten kann man die Bewilligung um 24 Monate verlängern und zahlt dann weniger als 250 Euro für den gesamten Zeitraum. Angesichts der enormen Verkaufszahlen von Koptern dieser Größenklasse (Mavic, Phantom) und die im Verhältnis dazu mehr als bescheidene Anzahl an Anträgen bei der Austro Control dürfte ist die Dunkelziffer der illegalen Piloten aber überwältigend sein (mit Sicherheit über 90%). Dass man trotzdem nur wenige sieht dürfte möglicherweise daran liegen, dass die vielen nicht-professionellen Piloten recht schnell die Lust auf ihr Spielzeug verlieren.

Kommentar verfassen